Auf den Spuren des Mopses


Hallo meine Lieben,

vor kurzem waren mein Mann und ich in Sachen Mops unterwegs. Endlich komme ich dazu, einen kleinen Bericht über diesen originellen "Urban Walk" zu schreiben. Wir hatten die "Stäffele-Tour für Einsteiger" bei Andrea Welz gebucht und erfuhren so einiges über Stuttgart, Menschen und Möpse. Wissenswert, spannend und äußerst amüsant...


Es war unsagbar heiß und schwül an diesem Nachmittag. Die Temperaturen waren auf über 35° gestiegen.

Schnell Schuhe aus!!! Die kleine Abkühlung tat so richtig gut.

Wir hatten noch ein wenig Zeit und schlenderten durch die Innenstadt.

Ich freute mich auf die Führung mit Frau Welz. Schon des öfteren waren wir mit der Kunsthistoriker- und Literaturwissenschaftlerin unterwegs und es lohnt sich immer.


Mit Sachverstand, enormem Wissen und jeder Menge Humor erzählt sie Geschichten über Stuttgart, macht Zusammenhänge transparent und spickt das Ganze mit kleinen Anekdoten. Es macht riesigen Spaß, ihr zuzuhören. Schaut doch einmal hier auf ihrem Blog vorbei.

Wir trafen uns an den Treppen vor dem Opernhaus. Unser Weg führte an der Staatsgalerie vorbei und über das Eugenstäffele steil nach oben. Das Ziel unserer Tour sollte der Mops auf dem Eugensplatz sein.


"Stolpersteine" auf unserem Weg zum Eugenstäffele.


Während des ganzen Spaziergangs drehte sich alles um den Mops. Wir erfuhren, wann Möpse zum ersten Mal in Gemälden aufgetaucht waren oder warum der Winnender Mops ein Denkmal bekam. Frau Welz gab etliche Mops-Gedichte zum Besten und erzählte en passant über die Württembergischen Herzöge, ihre Mätressen und andere Verhältnisse. Charmant und richtig witzig!

Endlich oben am Eugensplatz angekommen, sahen wir sofort die kleine Mops-Skulptur aus Bronze, die auf der Loriot-Säule steht.
Die Sache mit dem Mops, jaaa, das ist eine kleine Geschichte für sich: 
Vicco von Bülow alias Loriot hatte einige seiner Jugendjahre in diesem Haus am Eugensplatz verbracht, das humanistische Eberhard-Ludwig-Gymnasium besucht und in Stuttgart erste Schauspielerfahrungen gesammelt. Ihr kennt das ja, berühmten Persönlichkeiten setzt man dann gerne mal ein Denkmal.


Mitte November 2013 wurde eine ziemlich schlichte Säule des Stuttgarter Bildhauers Uli Gsell als Loriot-Denkmal enthüllt. Wenig aussagekräftig für einen Humoristen. Das scheinen auch andere gedacht zu haben, denn ein paar Tage später hatten Unbekannte über Nacht einen kleinen goldenen Mops mitten auf diese zuvor kahle Säule gestellt. Wie genial! Soll Loriot nicht gesagt haben: "Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos." Ja, da stand er nun, dieser kleine goldene Kerl und großes Rätselraten um die Urheber begann.


Auch Andrea Welz hatte vom Auftauchen dieses Mopses gehört und ihn, da urbane Kunst eines ihrer Themen ist, umgehend fotografiert. "Wenn der Mops quasi über Nacht auftaucht, kann er auch genauso gut wieder über Nacht verschwinden.". Als hätte sie es geahnt, war der Mops wenige Tage später wieder verschwunden. Öffentlichkeit und Medien rätselten um den Verbleib des mittlerweile geliebten Möpschens. Erst daraufhin tauchte ein Bekennervideo von Kessel.TV auf. Sie "outeten" sich als Urheber des goldenen Mopses über dessen Verschwinden sie jedoch auch nichts wußten. "Da hat doch jemand den Mops gemopst!!!" - den witzigen Twitter-Dialog und den ganzen Rest könnt Ihr hier und hier auf Frau Welz Blog nachlesen.



Frau Welz Mops-Fotos waren nun heiß begehrt. Es hatte wohl niemand daran gedacht, das goldene Kerlchen zu "Lebzeiten" zu fotografieren. Die Stuttgarter vermissten ihren Mops. Es wurde zu einer Spendenaktion aufgerufen, worauf Uli Gsell den Auftrag zur Anfertigung eines Bronze-Mopses bekam. Am 6. Mai 2014 konnte der neue Mops mit einer feierlichen Zeremonie, einem richtigen "Flashmops", offiziell eingeweiht werden. Stuttgarter Medienrummel vom Feinsten.

Unsere vergnügliche Führung endete am Galateabrunnen. 
Ganz sicher werden wir Frau Welz bald wiedersehen. Eine Führung mit ihr durch die aktuelle Sammlung Klein im Kunstmuseum kann ich mir sehr gut vorstellen.


Im Pinguin holten wir uns ein Eis und setzen uns noch ein Weilchen auf die Mauer.

Das Wetter war noch traumhaft. So beschlossen wir, den Tag im Biergarten auf der Karlshöhe ausklingen zu lassen.


Und wiiieder Stäffele!!! Über die Willy-Reichert-Staffel geht es hoch zur Karlshöhe.

Im "Tschechen & Söhne" wurden wir vom grandiosen Blick über Stuttgart belohnt.

Sooodele, das war's auch schon mit meinem Mops-Bericht.

Ganz nebenbei möchte ich noch erwähnen, dass ich diesen Post unter intensivster "Metallica-Beschallung" geschrieben habe, was meiner Konzentration scheinbar nicht geschadet hat... Tjaaa, was tut man nicht alles für den Liebsten  ;)  ?! 

Habt eine gute Zeit, meine Besten ♥♥♥, und fühlt Euch doll gedrückt!!!

Herzliche Grüße von
Regina





Kommentare

  1. Ein schöner, persönlicher Blick auf die Schwabenmetropole ( durch die ich immer nur mit Auto oder Zug fahre ).
    LG
    Astrid

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  2. Das ist ja wunderbar! Vielen Dank für den schönen Bericht über unsere Stäffeles-Tour mit Mops-Geschichten an einem superheißen Sommerabend in Stuttgart und für die Verlinkung zu meinem Blog. Herzliche Grüsse und bis bald, Andrea

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